Königinnendenkmal
Hannover/NiedersachsenNeueste Bewertungen (1 Bewertungen)
Zwei Königinnen symbolisieren Versöhnung
An der Hohenzollernstraße am Rande der Eilenriede steht seit 1910 eine bezaubernde Plastik, die ein adeliges Geschwisterpaar zeigt: Die Prinzessinnen Luise und Friederike, die durch ihre spätere Heirat Königinnen wurden, zunächst beide von Preußen, durch eine spätere Hochzeit Friederikes mit Ernst August I. wurde diese dann zur Königin von Hannover. Die Harmonie, die das Denkmal ausstrahlt, ist trügerisch: Im deutsch-deutschen Krieg annektierte 1866 Preußen nämlich das Königreich Hannover – ein herber Schlag für die Welfen, der viele Hannoveraner nachhaltig verärgerte. Kaiser Wilhelm II. war auf Aussöhnung bedacht und ließ das Denkmal, welches im Original vom Bildhauer Johann Gottfried Schadow bereits 1796 fertigstellt wurde, kurzerhand in vergrößerter Form aus feinem Marmor kopieren und weihte dies dann auch persönlich ein. Symbolisch steht es für die geschwisterliche Verbundenheit von Preußen mit den Welfen. Inzwischen ist das Denkmal durch einen kleinen Platz umgeben und wurde im Jahr 2005 aufwendig restauriert. Um den porösen Marmor vor Frostschäden durch eindringende Feuchtigkeit zu bewahren, verschwinden die beiden Schwestern in der kalten Jahreszeit regelmäßig unter einem hölzernen Kokon.