Über Silvester 2005/06 hatten wir für vier Personen eine Pauschalreise beim Reiseveranstalter GTI nach Ägypten/Hurghada gebucht.
Der Hinflug hat gut geklappt. Unser Hotel Sea Gull hatte ca. 90% Gäste aus Osteuropa. War aber insgesamt eigentlich ok. Deutsche Gäste waren beim Personal sehr beliebt. Unerfreulich war jedoch die 76 Euro teure Silvestergala, die von allen Gästen gebucht werden musste: Obwohl die Reise All Inclusive war, mussten dort die Getränke auch noch selbst bezahlt werden.
Problematisch gestaltete sich insbesondere die Rückreise: Nachdem wir zum Flughafen gefahren wurden, teilte uns der Reiseleiter plötzlich mit, unsere Rückflugtickets wären ungültig und überhaupt sei der Flug ausgebucht. Wir hätten auch keine Möglichkeit, den Flug auf einen anderen GTI-Flieger umzubuchen, da alle Flüge in der folgenden Woche schon völlig ausgebucht wären.
Es wurden vom örtlichen Reiseleiter und dem zwischenzeitlich zugezogenen Chef der GTI-Agentur in Hurghada aber keine besonderen Anstrengungen gemacht, das Problem zu lösen. Auch mehrere Versuche, das Problem über GTI Deutschland telefonisch zu lösen schlugen leider fehl, da GTI Deutschland die Schuld auf die Reiseleitung vor Ort schob und uns deshalb nicht weitergeholfen hat.
Nachdem wir etwa 5 Stunden am Flughafen ohne weitere Informationen gewartet hatten, wurden uns von der örtlichen Reiseleitung zwei Möglichkeiten genannt: Entweder einen Rückflug über Paris oder über Berlin zu nehmen. Die Weiterreise nach Stuttgart sollte dann von uns selbst organisiert werden, da dies von Ägypten aus anscheinend nicht möglich wäre.
Das größte Problem war jedoch: Egal für welche Heimreisevariante wir uns auch entschlossen hätten, sie musste grundsätzlich von uns selber bezahlt werden! Und das bei einer Pauschalreise mit bereits bezahltem Hin-und Rückflug!
Da wir geschäftliche Verpflichtungen hatten und dringend nach Deutschland zurück mussten, nahmen wir den angebotenen Rückflug Hurghada-Paris, sind in Paris mit dem Taxi 30 km vom Flughafen zum Bahnhof gefahren und schließlich mit dem Zug von Paris nach Stuttgart. Die ganze Heimreise hatte dann insgesamt wegen mehreren Verspätungen etwa 30 Stunden gedauert und über 400 Euro pro Person gekostet! Diese Kosten mussten wir komplett selber übernehmen!
Wir sind deshalb von GTI als Reiseveranstalter sehr enttäuscht und bemängeln vor allem ein fehlendes Krisenmanagement. Die GTI-Reiseleitung vor Ort zeigte sich äußerst unkooperativ und auch GTI-Deutschland wurde nicht für eine Problemlösung aktiv.