Nachdem es nicht mehr möglich ist , eine Radtour die keinem festen Ort zugeordnet werden kann, als Reisetipp anzulegen, wurde ich gebeten diesen Tipp als Beitrag im Forum einzustellen. Das will ich hiermit mal tun.
Allgemeine Beschreibung
Der ca. 300 km lange Werraradweg beginnt auf den Höhen des Thüringer Waldes am Rennsteig und endet bei Hann. Münden am Zusammenfluss von Werra und Fulda, die ab diesem Punkt die Weser bilden. Der Start ist auf ca. 800m und geht stetig bergab bis am Ende etwa 150m erreicht werden, wobei die ersten 300m bereits auf den ersten 15 Kilometern liegen. Es gibt insgesamt nicht viele größere Anstiege aber ein paar wenige haben es in sich. Der Radweg ist gut ausgeschildert, es empfiehlt sich aber ein Radreiseführer, auch um Umgehungen von Steigungen zu finden.
Der größte Teil verläuft auf Radwegen und Wirtschaftwegen, es sind aber auch Nebenstrassen mit entsprechendem Verkehr dabei. Zum Teil sind die Wege nicht geteert.
Unsere Etappen
Etappe 1 Friedrichshöhe – Themar ca 54km
Eine Übernachtung in der Pension Arnika in Friedrichshöhe. Friedrichhöhe ist ein kleines Dorf, das am Werraradweg und den viel bekannterem Rennsteig liegt. Am Morgen dann Start der Radtour. Da die Werra 2 Quellen hat, entschieden wir uns von Friedrichshöhe aus zur Quelle Fehrenbach zu fahren. An der Quelle sind Hinweistafeln zur Geschichte der beiden Quellen zu lesen. Zudem ist ein Gasthaus direkt an der Quelle. Von der Quelle zurück dann zum eigentlichen Radweg. Der geht dann stetig bergab bis Schwarzenbrunn. Von dort aus geht es dann über Eisfeld und Hildburghausen im stetigen auf und ab bis nach Themar. Übernachtung im Gasthof und Pension Lindeneck.
Etappe 2 Themar – Breitungen ca. 52km
Von Themar aus geht es dann ohne nenneswerte Steigungen weiter. Unter der A71 hindurch. Durch Untermassfeld. Erwähnenswert dort die Justizvollzugsanstalt, die wie es aussieht im alten Schloss untergebracht ist. Weiter dann nach Meinigen und Walldorf. Dort ist eine Sandstein-Märchenhöhle anzusehen. Es geht weiter nach Wasungen, von dort dann auf einer Nebenstrasse bis Schwallungen. In diesem Bereich ist ein neuer Radweg kurz vor der Fertigstellung gewesen. Ein schwieriges Stück durch den Wald wird dadurch künftig vermieden. Weiter über Wernshausen nach Breitungen. Übernachtung im Landhaushotel Skaras.
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Etappe 3 Breitungen – Heringen ca. 50 km
Von Breitungen dann nach Bad-Salzungen. Sehenswert dort ist das Jugendstil Gradierwerk. Weiter nach Philippstal bis Heringen. Auf den Weg sind die Abraumhalden der Kaliwerke wie Monumente in die Gegend gesetzt. In Heringen kann das Werrakali Bergbaumuseum besichtigt werden. Ebenso kann auch ein Ausflug auf den Monte Kali dort gebucht werden. Übernachtung im Hotel Thüringer Hof.
Etappe 4 Heringen – Creuzburg ca. 40km
Weiter geht es über Gerstungen, Herleshausen bis Hörschel. Hier beginnt der Rennsteig. Man kann zum Ufer der Werra und dort Hinweistafeln studieren. Auf einen Ausflug nach Eisenach, der sonst hier beginnt. haben wir verzichtet sondern weiter bis Creuzburg. Wegen angesagtem starken Regens haben wir zeitig eine Unterkunft gesucht. Hier lohnt sich ein Aufstieg zur Creuzburg hinauf. Übernachtung in der Alten Posthalterei.
Etappe 5 Creuzburg – Bad Sooden-Allendorf ca. 69km
Weiter an der Werra entlang über Frankenroda, Treffurt, Wanfried, Eschwege bis Bad Sooden-Allendorf. Allendorf ist ein wunderschönes Fachwerkstädtchen. Ein Bummel durch die Straßen zeigen schön hergerichtete renovierte Fachwerkhäuser. Übernachtung im Hotel Werratal Allendorf.
Etappe 6 Bad Sooden-Allendorf – Hann. Münden ca. 40km
Die letzte Etappe geht dann über Witzenhausen nach Hann. Münden. Dort trifft die Werra auf die Fulda und bilden gemeinsam die Weser. Die Stadt selbst ist auch ein schönes Fachwerkstädtchen. Erwähnenswert ist auch ein Cafe in einer ehemaligen Kirche. Übernachtung im Hotel Alter Packhof.
Fazit:
Alles in Allem ist der Werraradweg eine gelungene Route. Bis auf wenige Stücke kann dieser auch mit Kindern gut befahren werden. Allerdings sind doch einige Kilometer auf regulären Straßen, wenn auch Nebenstrassen, zu fahren. Besonders schön sind die immer wieder zu durchfahrenden Fachwerkdörfer und Städte."