Reisetippbewertung Bucksturm
Alter: 56-60
Reisezeit: im Dezember 14
Weiterempfehlung: Ja
Ø dieser Bewertung: 6.0
Wachturm, Gefängnis, Ort der Folter
Der Bucksturm (auch Bocksturm) liegt am Natruper-Tor-Wall nahe dem Steigenberger Hotel Remarque / beim Stadthaus.
Der ursprüngliche Wachturm stammt aus dem frühen 13. Jahrhundert und lag zur damaligen Zeit innerhalb der Stadtmauern.
Er diente allerdings auch als Gefängnis, woran der „Johannis-Kasten“ erinnert. Johannis-Kasten, weil in diesem Holzverlies in der 2. Etage Johann V. / regierender Graf von Hoya als Kriegsgefangener sechs Jahre verbrachte (1441-47).
Johann V. trug auch den Namen „der Streitbare“ und führte - neben Kriegen mit den Städten Bremen und Lübeck - auch Krieg gegen Osnabrück.
Traurige „Berühmtheit“ erlangte der Bucksturm dann im 16. und 17. Jahrhundert. Es war die Zeit der Hexenverfolgungen, womit es nicht mehr allein um Inhaftierung ging, sondern auch um Folter.
Heute gibt es im Bucksturm eine Ausstellung zum Thema „Hexenverfolgung“.
Öffnungszeiten: Sonntag, 11-17 Uhr Führungen: Sonntag, 12-15 Uhr
Eintritt: 2 € / Kinder 1 €
Anmerkung:
Unterhalb des Bucksturms liegt der Wehrturm „Bürgergehorsam“. Er stammt von Anfang des 16. Jahrhunderts und diente später ebenfalls als Gefängnis (Nomen est omen :-)
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